Inkontinenz – für Sie kompakt aufbereitet

Das Symptom der Harninkontinenz wird umgangssprachlich oft als „Blasenschwäche“ bezeichnet. Allerdings ist die Blase nicht immer die Ursache für unterschiedliche Erscheinungsformen von Harninkontinenz, die wir Ihnen im Folgenden näher bringen möchten.


Was ist eine Belastungsinkontinenz?

Früher auch als Stressinkontinenz bezeichnet, weil körperliche Belastung der Auslöser dieser Form der Inkontinenz ist. Ursachen für Inkontinenz können eine Bindegewebsschwäche oder eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur z.B. nach Geburten sein. Bei Männern kann Inkontinenz als Folge einer Prostataoperation auftreten.

Die Symptome einer Belastungsinkontinenz sind der tröpfchenweise oder auch der starke, unwillkürliche Harnverlust bei körperlicher Betätigung. Dabei verspüren Betroffene keinen Harndrang.

Man unterscheidet drei Schweregrade. Bei Grad 1 tritt Urin beim Husten, Niesen oder Lachen aus. Grad 2 beschreibt den unwillkürlichen Urinverlust beim Heben, Treppensteigen oder Aufstehen. Bei Grad 3 tritt Urin bei unangestrengten Bewegungen, wie z.B. beim Liegen, aus.
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Was ist eine Dranginkontinenz?

Die Dranginkontinenz bezeichnet eine Überaktivität der Blasenmuskulatur. Sie ist von starkem, überfallsartigem und oft sehr häufigem Harndrang mit unwillkürlichem Harnverlust begleitet. Die Blase ist trotz funktionierendem Verschlussmechanismus der Harnröhre nicht mehr in der Lage, größere Mengen an Harn zu sammeln und zu speichern.

Auslöser einer Dranginkontinenz können neurologische Erkrankungen wie z.B. Apoplexie, Demenz, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Diabetes oder Epilepsie sein. Auch Minderdurchblutung, degenerative Erkrankungen, Gehirntumore, reaktive Hypertrophie, Blasensteine oder -tumoren, Bestrahlung oder Harnwegsinfektionen können zu einer Dranginkontinenz führen.

Als Symptome lässt sich der Harndrang bei bereits gering gefüllter Blase beobachten.
Die leichtere Form der Dranginkontinenz bezeichnet man auch als „Reizblase“. Bei dieser Form lässt sich der Harndrang noch unterdrücken, der Betroffene muss jedoch öfters eine Toilette aufsuchen.

Was ist eine Reflexinkontinenz?

Bei einer Reflexinkontinenz (neurogene Inkontinenz) sind die Nerven, die für die Blasenentleerung zuständig sind, gestört. Dies führt oft zu einem hohen Blasendruck.

Menschen , die an dieser Form der Inkontinenz leiden, spüren nicht mehr, wann die Blase voll ist und haben auch keine Kontrolle über den Harnverlust, da eine teilweise oder komplette Fehlsteuerung von Harnblase und Schließmuskel vorliegt. Die Harnblase entleert sich dabei oft nicht vollständig und Restharn bleibt zurück.


Was ist eine Überlaufinkontinenz?

Unter Überlaufinkontinenz versteht man eine Überdehnung des Blasenmuskels durch vermehrten Urin in der Blase.
Dies führt zum Überlaufen der Blase und damit zum unwillkürlichen Verlust von Harn. Der Grund für eine Überlaufinkontinenz sind Abflussstörungen im Bereich des Harnblasenausgangs, wie z.B. eine vergrößerte Prostata oder eine Unterfunktion der Blase. Im fortgeschrittenen Alter leiden Männer häufig an einer vergrößerten Prostata. Diese kann den Blasenausgang verengen oder versperren.

Bei Frauen können eine abgesenkte Gebärmutter oder ein gynäkologischer Tumor eine Ursache für diese Form von Inkontinenz sein. Bei beiden Geschlechtern können außerdem Bandscheibenvorfälle oder Tumore der Harnröhre, Harnblase oder den Organen im Unterleib zugrunde liegen.

Eine Muskelschwäche kann ebenfalls eine Ursache sein, die durch Nervenschädigungen z.B. bei Diabetes auftritt. Medikamente wie Anticholinergika, Antidepressiva oder Blutdrucksenker können den Destrusormuskel (Austreiber der Harnblase) beeinflussen und zu einer Restharnbildung führen.
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Was ist eine Mischharninkontinenz?

Die Mischinkontinenz ist die Kombination aus Belastungs- und Dranginkontinenz. Die Beschwerden der beiden Formen sind verschieden ausgeprägt.
Der Betroffene verliert bei körperlicher Belastung, Niesen oder Husten unwillkürlich Harn. Der Harnverlust tritt mit starkem und einem kaum unterdrückbaren Harndrang auf. Ungefähr ein Drittel aller Frauen mit Blasenschwäche sind von einer Mischharninkontinenz betroffen.

Zu einer Mischharninkontinenz können die Ursachen einer Belastungs- oder einer Dranginkontinenz führen. In den meisten Fällen besteht bereits eine der beiden Formen, bevor die andere Form dazukommt.


Was ist eine extraurethrale Inkontinenz?

Die extraurethrale Inkontinenz ist eine seltene Form der Inkontinenz.
Der Harnabgang erfolgt durch andere Körperöffnungen und nicht auf normalen Weg durch die Harnleiter. Dadurch kommt es zu ständigem und unwillkürlichem Harnverlust, der Blasenschließmuskel und die Speicherfunktion der Blase sind jedoch nicht beeinträchtigt. Der Betroffene kann seine Blase auf natürlichem Wege entleeren.

Diese Form der Inkontinenz entsteht im Allgemeinen durch angeborene oder erworbene Fehlbildungen. Wenn die extraurethrale Inkontinenz angeboren ist, kann sie durch fehlmündende Harnleiter oder durch eine falsche Anlage der Harnröhre entstanden sein. Tritt sie erst später auf, hat sich eine Fistel zwischen den ableitenden Harnwegen und den Geschlechtsorganen gebildet. Ursachen können Tumorerkrankungen, Folgen von Bestrahlungen oder Verletzungen sein. Tumorerkrankungen erfordern eine aufwendige gynäkologische Operation.

Als Fisteln bezeichnet man unnatürliche, röhrenartige Gänge, die Organe miteinander oder mit der Körperoberfläche verbinden. Sie können durch Darmrisse bei der Geburt, chronische Darmerkrankungen oder Abszesse entstehen. Betroffene leiden häufig unter den Absonderungen von Blut oder Harn.

Was ist eine funktionelle Inkontinenz?

Bei der funktionellen Inkontinenz steht der unwillkürliche Urinverlust nicht in Verbindung mit der Blasenfunktion. Diese Form der Inkontinenz basiert daher nicht auf körperlichen Ursachen, die den unfreiwilligen Harnverlust auslösen. Der Betroffene ist nicht aufgrund Funktionsstörungen der Blase oder der Nerven inkontinent, sondern durch anderweitige Einschränkungen.
Die funktionelle Inkontinenz ist besonders in der Pflege relevant. Vielen pflegebedürftigen Menschen ist es nicht mehr möglich, das Bett zu verlassen, da körperliche Erkrankungen vorliegen.
Der Betroffene kann oftmals die Toilette nicht alleine erreichen, er schafft es entweder nicht schnell genug oder findet den Weg zur Toilette aufgrund von Demenz nicht mehr. Manche Betroffene vergessen auch, die Kleidung zu entfernen oder verbinden Harndrang nicht mit einem Toilettengang.
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